22. "Pfoten weg!"

Rückmeldungen der Einrichtungen, die das Theaterstück gesehen haben

Pfoten Weg Rückmeldung Teil 1.pdf
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Die Erzieherin und Umweltpädagogin Irmi Wette aus Konstanz
Die Erzieherin und Umweltpädagogin Irmi Wette aus Konstanz

Jedes fünfte Mädchen und jeder neunte Junge werden vor ihrem 18. Geburtstag zum Opfer sexueller Gewalt. Darum brauchen wir dringend Antworten darauf, wie wir Kinder und Jugendliche wirksamer vor sexuellen Straftaten schützen können.

 

Eine Antwort darauf ist das Präventionsprojekt „Pfoten weg!“: Das gleichnamige Figurentheaterstück zeigt Kindern, wann Erwachsene Grenzen überschreiten und macht ihnen Mut, „Nein“ zu sagen. Die Erzieherin und Umweltpädagogin Irmi Wette gründete 1998 die „Konstanzer Puppenbühne“. Das Angebot reicht vom klassischen Figurentheater über pädagogische Stücke bis zum Event nach Maß für Firmen, Schulen, Kindergärten, Kommunen und soziale Einrichtungen. Mit sogenannten „Aktionstagen“ wird ein breites Publikum erreicht.

 

Die Geschichte:

 

Die drei Katzenkinder Salome, Tom und Lotte sind die Hauptfiguren in „Pfoten weg!“. Sie bekommen Besuch von Onkel Burschi und Tante Herzi, die sie wegen ihrer krakenartigen Umarmungen und feuchten Schlabberküssen nicht ausstehen können. Mit Hilfe ihrer Freunde Igel und Hase, den Wildschweinen Sausi und Brausi sowie der Katzenfee lernen sie, stark zu werden und sich dagegen zu wehren.

So konnten seit 2003 über 40.000 Kinder, deren Eltern, Kindergärten, Schulen und eine interessierte Öffentlichkeit erreicht werden. Partner wie WEISSER RING Deutschland, der baden-württembergische Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten, Peter Friedrich, die Polizei und viele Hilfsorganisationen unterstützen diese Projekte.



Konstanzer Puppenbühne - Irmi Wette
Konstanzer Puppenbühne - Irmi Wette

Sexualisierte Gewalt an Kindern verletzt nicht nur „eine kleine Seele, sie zerstört die körperliche wie die psychische Entwicklung eines Kindes. Kinder, die Opfer sexueller Übergriffe werden, werden meist zusätzlich durch den Täter oder die Täterin unter Druck gesetzt. Drohungen wie „Wenn du etwas verrätst, stirbt deine Mama“, sollen den Kindern Angst machen und sie zum Schweigen bringen. Die Täter/-innen nutzen ihre Autoritätsposition aus, um auf Kosten des Kindes eigene Bedürfnisse zu befriedigen. In den meisten Fällen sind die Täter/-innen den Opfern bekannt. Eltern und Pädagog(inn)en wissen oftmals nicht, wie sie mit diesem sensiblen Thema umgehen sollen. Häufig fehlt ein Türöffner, um Kinder spielerisch und ohne Angst an das Thema heranzuführen und sie dafür zu sensibilisieren.“ Irmi Wette

Voraussichtlicher Ablaufplan „Pfoten weg!“ Aktionstag am Sonntag, 22.03.2015

Mi

25

Apr

2018

Theaterpuppen agieren in Villingen gegen Kindesmissbrauch

Lions Freizeitwerkstatt lädt ein zum Präventionstheater der Konstanzer Puppenbühne. 1000 Kinder und 120 Betreuer lernen von drei Katzenkindern, wie man sich wehrt

Rund 120 Kinder aus vier verschiedenen Kitas und Schulen, die von zehn Pädagogen betreut werden, sind am Dienstag im Fidelisheim mit dabei. Bilder: Rüdiger Fein
Rund 120 Kinder aus vier verschiedenen Kitas und Schulen, die von zehn Pädagogen betreut werden, sind am Dienstag im Fidelisheim mit dabei. Bilder: Rüdiger Fein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum wiederholten Male haben die beiden doppelstädtischen Lions Clubs die Konstanzer Puppenbühne eingeladen, um etwas zur Prävention gegen Missbrauch von Kindern zu tun. Mit einer Auftaktveranstaltung wurde eine Theaterreihe eingeleitet, bei der man an drei Tagen mit jeweils drei Vorstellungen etwa 1000 Kinder im Vorschulalter sowie Erst- und Zweitklässler verschiedener Schulen erreichen will, um diese stark zu machen gegen sexuelle Gewalt und Missbrauch.

Irmi Wette von der Konstanzer Puppenbühne will den Kindern beibringen, Nein zu sagen. Mit dem interaktiven Figurentheater, das den Titel "Pfoten weg" trägt, erreicht man Kinder auf spielerische Weise. Mit Fingerspitzengefühl, Fantasie und Humor wird die Geschichte dreier Katzenkinder erzählt, die lernen, sich selbst gegen überschwängliche Begrüßungszeremonien in der eigenen Familie zur Wehr zu setzen. Offen über Gefühle reden zu können und zu erfahren, dass die eigenen Gefühle wichtig und richtig und vor allen Dingen berechtigt sind, ist ein weiteres Anliegen des Theaterstücks.

Gemeinsam mit weiteren Helfern haben Roland Brauner von der Lions Freizeitwerkstatt und Max Bammert vom Weißen Ring diese drei intensiven Aufklärungstage organisiert, die im Fidelisheim stattfinden. Seit November des vergangenen Jahres hat man das Projekt beworben und sei nur auf positive Reaktionen gestoßen, berichtet Roland Brauner. Die angeschriebenen Pädagogen an Kitas und Schulen seien begeistert gewesen über die Aktion. Zahlreiche Organisationen wie Polizei, Frauen helfen Frauen, der Verein Grauzone oder der Weiße Ring unterstützen das Projekt, das im gesamten doch fast einen fünfstelligen Betrag gekostet hat.

Damit die Teilnahme nicht an mangelnder Mobilität scheitert, hat der Busunternehmer Dieter Petrolli, selber Mitglied bei den Lions, für die An- und Abfahrt Sorge getragen. Die Freizeit Werkstatt der Lions, die von zwei Clubs getragen wird, organisiert, sammelt und gibt das Geld für mittlerweile fast 50 Einzelprojekte angefangen vom 2010 ins Leben gerufenen Seepferdchen, mit dem man ermöglicht, dass alle Kinder zwischen fünf und sechs Jahren schwimmen lernen, bis hin zu Musik-, Tanz- und Theaterprojekten. Sowohl die Villinger Lions wie auch die Schwenninger Lions tragen die 2010 gegründete Freizeit Werkstatt personell wie auch finanziell.

Das Projekt

"Pfoten weg" ist ein Figurentheaterstück der Konstanzer Puppenbühne zur Stärkung der Persönlichkeit von Kindern ab vier Jahren. Die Schirmherrschaft für das diesjährige Projekt "Pfoten weg" haben Landrat Sven Hinterseh und Oberbürgermeister Rupert Kubon übernommen. (in)

Mi

25

Apr

2018

Pfoten weg von den Kindern

 "Pfoten weg!" hieß es bei den Aktionstagen des Weissen Rings und der Freizeitwerkstatt der Lions-Clubs Villingen und Schwenningen. Unter anderem am Sonntag wurde in diesem Rahmen das gleichnamige Kindertheaterstück der Konstanzer Puppenbühne gezeigt.

Nach der Vorstellung von "Pfoten weg!" kommen die Kinder den Puppen-Protagonisten von Irmi Wette ganz nahe. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote
Nach der Vorstellung von "Pfoten weg!" kommen die Kinder den Puppen-Protagonisten von Irmi Wette ganz nahe. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder Bote

Die Organisationen unterstützten bereits dieses, wie auch insgesamt über 50 andere Projekte, um besonders Kindern Halt zu geben, so Herbert Pleithner, Schatzmeister des Lions Club Villingen. Beispiele sind ein umfassendes Zirkusprojekt, und auch Flüchtlingshilfe und Sozialtraining für Kinder

Das Figurentheaterstück "Pfoten weg!", aufgeführt im Pfarrheim St. Fidelis in Villingen, dient vor allem der Prävention sexualisierter Gewalt, bestärkt Kinder aber ebenfalls spielerisch dazu, "Nein" zu sagen, wenn es unangenehm wird.

Akteurin Irmi Wette präsentierte hierbei ein einzigartiges Projekt, welches sich eines heutzutage immer noch selten offen behandelten Themas annimmt. Gleichzeitig konnten sich dort auch anwesende Eltern über sexualisierte Gewalt und die Möglichkeiten zur Prävention grundlegend und kostenfrei informieren.

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Mi

25

Apr

2018

Mit Puppenspiel gegen Missbrauch

Wie sagt man der Tante, dass man ihre Küsse nicht mag? Das Konstanzer Puppenspiel  will Kindern beibringen, sich gegen die unangenehme Nähe eines Menschen zu wehren.

Auf spielerische und humorvolle Art und Weise thematisiert die Macherin des Theaterstücks „Pfoten weg“, Irmi Wette, das Thema sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Die Pädagogin tourt schon seit einigen Jahren durch Deutschland. Mit der Geschichte der drei Katzen will sie Kinder darin bestärken, sich gegen die unangenehme Nähe eines Menschen zu wehren – und sie gegen sexualisierte Gewalt zu wappnen. Unterstützt wird die Puppenschauspielerin von der Opferschutzorganisation Weißer Ring, die sich für Kriminalitätsopfer und deren Familien stark macht. Seit 2003 besteht eine Kooperation zwischen der Organisation und dem Puppenspiel „Pfoten Weg“. Doch wegen der eingeschränkten finanziellen Mittel des Weißen Rings sei es nicht möglich, eine solche Veranstaltung alleine zu stemmen, erklärt Max Bammert vom Weißen Ring. Deshalb sei man auf die Hilfe von Sponsoren angewiesen.Mit der Freizweitwerkstatt, ein Gemeinschaftsprojekt der Lions Clubs Villingen und Schwenningen und der Sparkasse Schwarzwald-Baar, wurden diese für die Doppelstadt schnell gefunden. Dabei unterstützt die Freizeitwerkstatt das Projekt nicht nur finanziell, sondern auch organisatorisch. Seit Dezember sind Max Bammert und Roland Brauner von der Freizeitwerkstatt unter anderem damit beschäftigt, Schulen und Kindergärten einzuladen, Pressegespräche zu führen sowie Ablaufpläne zu erstellen.

Mi

21

Mär

2018

Aktion "Pfoten weg": Gemeinsam gegen Kindesmissbrauch

Neue Aktion "Pfoten weg" startet in Villingen-Schwenningen. Mehrere Kooperationspartner unterstützen das Projekt vom 22. bis 24. April.

Die Kooperationspartner der Aktion "Pfoten weg". Von links Max Bammert (Weißer Ring), Robert Göhring (Lions-Freizeitwerkstatt), Landrat Sven Hinterseh (Schirmherr), Irmi Wette von der Konstanzer Puppenbühne, Markus Piro (Lions Club Schwenningen und Freizeitwerkstatt), Oberbürgermeister Rupert Kubon (Schirmherr), Roland Brauner (Lions Club Villingen) und Jochen Link (Weißer Ring). Bild: Sabine Naiemi

 

Krakenartige Umarmungen, Schlabberküsse, gute und schlechte Gefühle, schlechte Geheimnisse, sexualisierte Gewalt – Kinder sollen Nein sagen dürfen! Dass ihnen dieses Recht zusteht und wie sie davon Gebrauch machen können, lernen sie durch das Figurentheaterstück "Pfoten weg!". Nach einer ersten erfolgreichen Aktion im Jahr 2015, damals von der Lions-Freizeitwerkstatt finanziert, sei es an der Zeit, die nächste Schülergeneration stark zu machen.

 

  • Das Thema: Das Figurentheaterstück der Konstanzer Puppenbühne stärkt die Persönlichkeit von Kindern darin, Nein zu sagen, sich gegen unangenehme Nähe bis hin zu sexueller Gewalt zu wehren. Nach der ersten Projektreihe im Jahr 2015 finden es die Kooperationspartner an der Zeit, dieses Thema der nächsten Schülergeneration zugänglich zu machen. Aktive Kooperationspartner sind Irmi Wette von der Konstanzer Puppenbühne, der Weiße Ring, der Verein Grauzone, Frauen helfen Frauen, die Polizei Baden-Württemberg, Pro Familia, der Kinderschutzbund, Manuela Dirolf und die Freizeitwerkstatt der Lions Clubs Villingen und Schwenningen, welche die Aktion finanziert. Bei der ersten Aktion 2015 wurden 1000 Kinder und Jugendliche erreicht. Jetzt sei es an der Zeit, die nächste Schülergeneration sowie Eltern und Pädagogen zu sensibilisieren. "Das ist ein sehr wichtiges Thema", verdeutlicht Roland Brauner vom Lion Club Villingen.

 

  • Pfoten weg: Das Figurentheaterstück soll bei Kindern das Bewusstsein stärken und die Hemmschwelle herabsetzen, unangenehme Gefühle laut zu äußern, ihnen das Recht vermitteln, sich zu wehren. Seit 15 Jahren ist Irmi Wette von der Konstanzer Puppenbühne mit diesem Theaterstück unterwegs. Onkel Burschi und Tante Herzi überschreiten mit krakenartigen Umarmungen und Schlabberküssen Grenzen, kommen den Kindern zu nahe. Sausi und Brausi stellen die Instanz der Zivilcourage dar, die Katzenfee bringt den Kindern bei, Nein zu sagen. Täter manipulieren über eingeredete Schuldgefühle ihre Opfer, verdrehen deren Wahrnehmungen. Die Kinder lernen, dass nicht sie die Schuldigen sind und dass "dumme Geheimnisse, die Bauchschmerzen machen" raus müssen, so Irmi Wette. Sie trete bei den Aufführungen mit den Kindern in Interaktion. Die Katzenfiguren als Charaktere seien deshalb gewählt worden, weil Katzen als Schmusetiere gelten, aber auch Krallen zeigen und weglaufen, wenn ihnen etwas nicht gefällt. "Wir wollen Opfern helfen, aber auch dafür sorgen, dass es möglichst keine Opfer gibt", sagt Jochen Link vom Weißen Ring Villingen.

 

  • Resonanz: Innerhalb von 15 Jahren habe sie mit "Pfoten weg" mehr als 56 000 Kinder erreicht, berichtet Irmi Wette. 2018 seien es allein schon 2300 Kinder. Max Bammert vom Weißen Ring Villingen zeigt eine erschreckende Statistik auf. Laut polizeilicher Kriminalstatistik seien 2016 in Deutschland 12 000 Ermittlungs- und Strafverfahren wegen Kindesmissbrauch verzeichnet worden. Das Dunkelfeld sei weitaus größer. Man könne davon ausgehen, dass etwa ein bis zwei Schüler pro Klasse von sexueller Gewalt betroffen seien. Diese finde am häufigsten innerhalb des engsten Familienkreises statt sowie im weiteren Familien- oder Bekanntenkreis. Täter sind größtenteils Männer.

 

  • Aktionstag: Vom 23. bis 24. April finden in St. Fidelis mehrere Aufführungen täglich statt. Die drei Tage sind mit mehr als 1000 angemeldeten Schülern und rund 100 Pädagogen bereits ausgebucht. Am Sonntag, 22. April, gibt es im Rahmen eines Aktionstages ab 14.30 Uhr freien Zugang für interessierte Eltern und Kinder, die nicht über die Schulen angemeldet sind. Vertreten sind an diesem Tag auch die Kooperationspartner mit Informationsständen. Für Kinder gibt es Basteltische und Katzenschminken. Manuela Dirolf wird einen Vortrag zum Thema "Prävention von sexualisierter Gewalt" halten und das Stück "Pfoten weg" wird aufgeführt.

 

Di

24

Mär

2015

Puppentheaterstück „Pfoten weg!“ gegen sexuellen Missbrauch

Katzen-Kinder geben dem lieben Onkel auf die Pfoten: Irmi Wettes Puppentheaterstück „Pfoten weg!“ verzeichnete ein weitaus größeres Interesse als erwartet. 200 Besucher kamen zur Aufführung zum Thema Prävention mit dem Ziel, sexuellen Missbrauch von Kindern zu verhindern.

Irmi Wette begeistert mit ihrer Aufführung besonders die jüngeren Gäste. Bild: Tobias Lange
Irmi Wette begeistert mit ihrer Aufführung besonders die jüngeren Gäste. Bild: Tobias Lange

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Aufführung standen Eltern mit ihren Kindern bis vor die Eingangstür des Pfarrhauses Schlange. Aufgeregtes Gemurmel und die Ungeduld der Kinder lagen in der Luft. Ein Kind machte lautstark mit einer Trillerpfeife auf sich aufmerksam. Währenddessen waren die Mitarbeiter damit beschäftigt, zusätzliche Stühle im Vorführraum aufzustellen.
 

Schließlich öffnete sich die Tür und schnell füllte sich der Raum. Roland Brauner von der Lions-Freizeitwerkstatt war über das Interesse angenehm überrascht. „Eine so große Veranstaltung hatte ich noch nie“, erklärte er begeistert. Für die Aufführungen der folgenden Tage haben sich über 1000 Besucher angemeldet. Besonders von Seiten der Schulen und Kindergärten gebe es reges Interesse. „Es muss einen nachhaltigen Effekt haben und wiederholt thematisiert werden. Denn es kommen immer neue Kinder dazu“, so Roland Brauner.

Oberbürgermeister Rupert Kubon begrüßte die Besucher, bedankte sich bei den Organisatoren und Partnern und gab das Wort schließlich an Irmi Wette. „Prävention darf Spaß machen“, beendete diese die Vorrede. Die Aufführung konnte, zur Freude der Kinder, beginnen.

Die zunächst fröhliche Stimmung des Stücks bekommt einen plötzlichen Dämpfer, als die Katzenkinder Salome, Tom und Lotte die Schreckensnachricht erhalten: Onkel Burschi und Tante Herzi kommen zu Besuch. Für die Kinder bedeutet das unwillkommene „Schlabberküsse und tentakelartige Umarmungen“. Nach Überlegungen, was getan werden könnte, folgt der Auftritt der Katzenfee, die neue Hoffnung und Mut mit sich bringt und das „Pfoten-weg-Lied“ singt. „Schuld habt ihr keine“, versichert sie den Kindern vor der Bühne.
 

Der Besuch trifft schließlich ein, sehr zum Unbehagen der Katzenkinder. Und sogleich beginnt die Manipulation. „Wer Geheimnisse verrät, wird krank“, will Onkel Burschi Lotte zum Schweigen bringen. Doch dieses Mal können sich die Katzenkinder erfolgreich gegen den unerwünschten Körperkontakt wehren. „Schlechte Geheimnisse müssen raus“ und „Ihr dürft immer Nein sagen“, lautet die Moral. Die Kinder scheinen es zu verstehen und das „Pfoten-weg-Lied“ sitzt am Ende ganz gut.
 

Nach dem Theaterstück blieben etwa 30 Erwachsene für einen Vortrag von Manuela Dirolf. Die Kriminalbeamtin arbeitet seit 20 Jahren mit Kindern zusammen. . Eltern seien bei dieser Problematik oft hilflos erklärt sie: „Es ist ihnen peinlich.“ Doch bereits bei einem Kindesalter von etwa vier Jahren könnten Eltern aktiv zum Körperbewusstsein der Kinder beitragen, meint die Kriminalbeamtin. Es könne darüber gesprochen werden, wer den Körper wo anfassen dürfe. Es sei nicht genug, darauf zu hoffen, dass nichts passiere. Es liege in der Verantwortung der Eltern, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken. Denn: „Eltern sind die wichtigsten Menschen in der Prävention.“
 

Auch für Franz Link von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle war dies ein Thema, mit dem man sich beschäftigen müsse. In bis zu 80 Prozent der Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern sei der Täter mit dem Kind bekannt oder verwandt. Oft werde mit Geschenken und Geheimnissen eine Vertrauensbasis aufgebaut, die es dem Täter ermögliche, das Kind auszunutzen. Daher müsse die Problematik mit den Kindern zusammen thematisiert werden und ihnen müsse beigebracht werden, richtig zu reagieren.