Lions locken stets viele Besucher an

Zum vierten Mal übernehmen am Sonntag, 30. Juni, die Mitglieder des Lions Clubs Villingen die Bewirtung an der Feldner Mühle. Der Erlös kommt der Ferieneinrichtung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Behinderung zu Gute.

Rund 30 Helfer werden sich einmal mehr ins Zeug legen, um den Besuchern ein Programm zu bieten, das alle Sinne anspricht. Zwischen 11 und 17 Uhr gibt es zum einen selbst gebackene Kuchen, sowohl von den neun Ortsvereinen der Landfrauen aus dem Bezirk Villingen als auch von Lions-Mitgliedern, zum anderen Linsen, Spätzle und Villingerle aus der Internatsküche der Hotelfachschule von Koch Heinz Hömseder. Herbert Pleithner schwört dabei auf einen krönenden Schuss weißen Balsamico-Essigs. Freilich kommen auch die Liebhaber von Bratwurst und Pommes oder Sommersalaten auf ihre Kosten.

Damit nicht genug haben die Lions die Stadtmusik ­Villingen und den Akkordeonverein "Blau-Weiß" ­Villingen für die Mitwirkung gewonnen, die um 11.30 beziehungsweise 14 Uhr spielen. Es werden zusätzliche Zelte aufgestellt, sodass niemand der zu erwartenden prallen Sonne ausgesetzt sei, verspricht Roland Brauner.

Kathrin Mäder, die Geschäftsführerin der Feldner Mühle, freut sich auf das Engagement, weiß sie doch, dass die Lions mit ihren kulinarisch-musikalischen Angeboten stets viele Besucher anlocken. Das könnte jeden Sonntag so sein – ist es aber nicht. Immer schwerer werde es, Gruppen oder Vereine zu finden, die sich hier einen Tag lang zu Gunsten der guten Sache einsetzen wollen oder können. Der Aufwand halte sich Dank einer perfekten Infrastruktur mit Küche, Keller, Kühlschrank und sogar einem schnellen Essen in Grenzen, wirbt Roland Brauner um Nachahmer und rät dazu, dass sich Vereine zusammentun. Es brauche nur etwa ein Dutzend Menschen, die Freude an der Bewirtung haben und rund 20 Kuchenspenden.

 

Das dadurch eingenommene Geld wird von der Feldner Mühle dringend gebraucht. Das größte Problem, vor dem Kathrin Mäder und ihre fünf Mitarbeiter aktuell stehen, ist der Mangel an Pflegefachpersonal. "Der Markt ist leergefegt. Es werden schon Kopfgelder bezahlt. Das können wir natürlich nicht leisten".

Ein neues Konzept soll helfen, die prekäre Situation – besonders die heranrückenden Sommerferien – zu meistern. Gesucht werden vor allem Fachkräfte, die willens und in der Lage sind an Wochenenden, in Schulferien und in den Nächsten zu arbeiten – keine attraktiven Zeiten, wie Mäder weiß. "Doch wir setzen alles daran, dass die Feldner Mühle erhalten bleibt". Jede sonntägliche Bewirtung helfe dabei.