Ein Schulprojekt mit Herz und Hammer

Die Neuntklässer der Bickebergschule haben die Arbeit an einem alten Bauwagen beendet. Und die Umbauten können sich sehen lassen.

Sind stolz auf die Arbeit der Schüler: Herbert Pleithner (links), Markus Piro (Lions Freizeitwerkstatt), (rechts) Judith Hilser (Kooperative Berufsorientierung, Schulleiter Alexander Hermann, Thomas Summ (Artur Summ), Lehrer David Todt, Bianca Kieninger (Schulsozialarbeiterin) und Referendarin Lucia Wolfgang. Bild: Anna Burai

 

Mit viel Schweiß und wenig Blut ist die Gestaltung des Bauwagens an der Bickebergschule zu Ende gegangen. Dank der zwölf Schüler aus der neunten Klasse und ihren zahlreichen Helfern erstrahlt der einst stark abgenutzte Bauwagen in neuem Glanz. "Keiner hätte gedacht, dass es so viel Arbeit wird", sagte Schulleiter Alexander Hermann.

Das Bauwagen-Projekt entstand im Rahmen der Projektnachmittage der Schule. "Dabei dürfen die Schüler selbst auswählen, was sie machen", sagte Hermann. Den 700 Euro teuren Bauwagen stellte die Lions Freizeitwerkstatt des Lions Club Villingen und des Lions Club Schwenningen zur Verfügung. "Das Gesamtpaket dahinter fanden wir toll", sagte Markus Piro von der Lions Freizeitwerkstatt. "Die Kinder bekommen einen Geschmack für das Handwerk und nebenbei wird die berufliche Orientierung gefördert."

Ein Dreivierteljahr lang haben die Jugendlichen an dem Wagen gearbeitet – sogar in ihrer Freizeit. "Es waren etliche freiwillige Samstage dabei", sagte Thomas Summ, Geschäftsführer des Unternehmens Artur Summ. Er unterstützte die Jugendlichen ehrenamtlich als baulicher Berater und als Materiallieferant. Zu tun gab es einiges. Unterkonstruktion, Wandbekleidung, Decke, Boden und Fenster wurden komplett erneuert. Das Innere sei laut den Schülern am schwierigsten gewesen, da erst mal alle Wände ausgerissen werden mussten. Das Äußere wurde mit bunten Graffiti-Designs verziert. "Ein guter Freund von mir ist Grafikdesigner. Der hat den Schülern bei dem Bemalen geholfen", sagte Todt. Ein Extra im Wagen ist eine Ladestation für Handys, um Musik in den integrierten Lautsprechern abzuspielen. Licht und Steckdosen sind ebenfalls eingebaut. "Was die Schüler erreicht haben, ist beeindruckend. Man merkt, dass sie da mit Herz daran gearbeitet haben", sagte Markus Piro. Ein Schüler ist schon auf den Geschmack gekommen. "Ich könnte mir vorstellen, etwas mit Schreinern zu machen", sagte der Neuntklässler Mike Riesle. Der Bauwagen bleibt auf dem Hinterhof der Schule stehen und kann von den oberen Klassen genutzt werden.