Schüler begeistern sich für den Zirkus

Gemeinschaftsschule bereitet drei Zirkusvorführungen vor. Zirkuspädagogen begeistern Schüler für das umfangreiche Projekt. Die Lions Freizeitwerkstatt der beiden Lions Clubs Villingen und Schwenningen unterstützt das Projekt durch die Übernahme der Kosten für das Zirkuszelt. 

Noch sieht die Pyramide der Schüler-Artisten der Gemeinschaftsschule Mönchweiler nicht ganz perfekt aus. Im Laufe der kommenden Wochen werden sie das bis zur Aufführung im Juni noch fleißig üben.  Bild: Cornelia Putschbach
Noch sieht die Pyramide der Schüler-Artisten der Gemeinschaftsschule Mönchweiler nicht ganz perfekt aus. Im Laufe der kommenden Wochen werden sie das bis zur Aufführung im Juni noch fleißig üben. Bild: Cornelia Putschbach

Jongleure, Akrobaten und sogar kleine Raubtiere werden im Juni in der Manege von drei ganz besonderen Zirkusvorstellungen der Gemeinschaftsschule in Mönchweiler zu sehen sein. Im Rahmen eines großen Zirkusprojektes bereitet sich die Schule in den kommenden Monaten und ganz besonders in der Projektwoche vor den Aufführungen auf dieses Ereignis vor.

Gestern Vormittag kamen drei Zirkuspädagogen vom Artistik-Theater Mixtura-Unica aus Au an die Schule, um das Projekt den Schülern und Lehrern vorzustellen. Faszinierend war dabei, wie rasch sich die Schüler für ein Mitwirken begeistern ließen.

Zum Hintergrund des Zirkusprojektes sagen die Pädagogen: „Zirkus bedeutet für uns gleichzeitig Spaß und Herausforderung, klare Vorgaben und freie Experimentierräume. Ohne Leistungsdruck können sich die individuellen Fähigkeiten der Beteiligten entfalten und die Lust am Lernen, der Spaß an der Bewegung und die Bereitschaft, sich anzustrengen, können wachsen. Bei der Arbeit in Gruppen werden Kooperations- und Konfliktfähigkeit, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme trainiert.“

Erste Darbietungen der Schüler gab es bereits gestern beim Einführungstag zu bewundern. Da wurden aus Schülern ganz schnell gewandte Artisten. Die Zirkuspädagogen Dirk Maibauer, Nika Strehlein und Christoph Eichler stellten ihnen auf diesem Weg anschaulich die Bereiche vor, aus denen das Programm für die Aufführungen zusammen gestellt werden wird. Jeder der 260 Schüler darf sich aussuchen, bei welchem Teil er mitwirken möchte.

Eine Gruppe wird sich beispielsweise mit Jonglage mit Tüchern, Tellern und auch Bällen beschäftigen. Kunststücke mit dem Diabolo sind den Mönchweiler Schülern wahrlich nicht fremd. In den Pausen sind regelmäßig mehrere dieser alten Spielzeuge im Einsatz. Die Begeisterung hierfür kommt deshalb nicht besonders überraschend. Weitere Auswahlmöglichkeiten bestehen in Übungen am Trapez, Balanceübungen auf rollenden Fässern, einem Balken oder gar dem Waveboard. Ergänzt wird das Ganze unter anderem von Clownerie, Übungen mit dem Minitrampolin und sogar einer Fakirgruppe, die über Glasscherben laufen und mit Feuer sowie einem Nagelbrett hantieren wird. Ergänzt werden die Darbietungen durch Gruppen, die für den so genannten Backstage-Bereich zuständig sind. Sie bereiten das Programmheft vor oder basteln beispielsweise die Dekoration.


Ein solches Zirkusprojekt ist mit viel Aufwand verbunden. Große Hilfe erhält die Schulleitung dabei von Karl-Josef Birbaum vom Freundeskreis und Bürgerbeirat der Schule. Er bat beispielsweise sehr erfolgreich die örtlichen Betriebe um finanzielle Unterstützung des Projekts. Außerdem lastet ein wesentlicher Teil der Planung auf seinen Schultern.

Viel Arbeit aber ganz sicher auch viel Freude liegt in der kommenden Zeit vor den Mitwirkenden. Wenn dann bei der Abschlussaufführung Keulen fliegen, Fakirkünste verblüffen und Balanceakte glücken, haben alle gemeinsam eine großartige Leistung vollbracht.

Drei Aufführungen

Im Rahmen eines Schulfestes am Samstag, 28. Juni, wird es in Mönchweiler drei große Zirkusvorstellungen geben. Akteure in der Manege und auch im Hintergrund werden die Schüler der Gemeinschaftsschule sein. Auf der Wiese neben dem Bürgerpark wird mit Hilfe der Lions Freizeitwerkstatt ein großes Zirkusareal entstehen. Das 400 Besucher fassende Zelt wartet mit einem Durchmesser von 22 Metern auf. (put)